Marlen besteht als Klassenbeste die Matura nicht, da sie für Shakespeares Romeo und Julia nichts übrig hat. Was sie noch nicht weiß: diese Geschichte hat sehr viel mit ihr und ihren KlassenkollegInnen zu tun. Ein letzter gemeinsamer Abend in der Schule soll die 8B für immer zusammenhalten. Es wird gefeiert und über alte Zeiten geredet. Am nächsten Tag taucht ein Baby in der Klasse auf und keiner weiß, woher es kommt, aber so ganz beschäftigen will sich auch keiner damit, denn das Leben geht weiter. Alex, der Körperkultfanatiker, ist fasziniert von Minna, die sich aber lieber mit Sartre beschäftigt. Er findet keinen Weg zu ihr, genauso wenig, wie Svetlana, die sich nicht im Klaren über ihre Gefühle für Minna ist. Elias und Dinka sind schon seit Ewigkeiten gute Freunde und daher sollte auch nichts Seltsames daran sein, dass sie sich vertraut sind, aber irgendwie ist es doch recht seltsam, als sie sich auf der Party näher gekommen sind. Auch Phil hat Angst Sam aus den Augen zu verlieren, wenn sie erst mal den Himalaya bestiegen hat um vor ihrer Familie zu flüchten. Marlen kann und will ihren KlassenkollegInnen weder erzählen, dass sie die Matura nicht bestanden hat, noch will sie diesen Haufen verlieren, daher versucht sie auf ihre eigene Art und Weise die Leute zusammenzuhalten und ruft und bestellt jede und jeden mit Hilfe einer Intrige in die Schule: Hier wartet das Baby auf sie.
Dieses Stück setzt sich mit jugendlichen Ängsten und Bedürfnissen auseinander. Ein Stück zwischen geplatzten Träumen und neu geschöpfter Hoffnung, in schrill gefärbten Emotionen, die uns allen am Herzen liegen.
Junge AutorInnen zwischen 14 und 24 haben unter der Anleitung und Begleitung der Kinder- und Jugendtheaterautorin Lilly Axster (u.a. „Verhüten &Verfärben“, ES-E-IX“, „1Stück Liebe“) Texte, Szenen und Monologe geschrieben, die von eben so jungen DarstellerInnen in der Regie von Corinne Eckenstein (u.a. „Pausen-Rehe & Platz-Hirsche“, „Chatroom“, „Darksite“) auf die Bühne gebracht werden.
„Vergiss Wedekind und sein "Frühlingserwachen". Die wahre Rutschbahn jugendlichen Lebens liefert "Schrilles Herz". Erwachende Sexualität, überschäumende und deswegen Angst machende Gefühle, tiefsinnige, philosophische Gedanken über das eigene ich, das des/der Anderen und nicht zuletzt die Welt im Allgemeinen, die Suche nach, ja wonach denn? Vielleicht dem Sinn des Lebens? Oder auch "nur" den nächsten Schritten! Dichtest geschrieben und gespielt von Jugendlichen und jungen Erwachsenen.“
von Heinz Wagner - Kurier
„Dies ist wahrlich eine Aufführung für junges Publikum: Mitreißend, bewegt, witzig und erotisch. Beziehungsgeschichten, Lebensangst, sexuelle Orientierungsversuche und berührende Annäherungen öffnen die Innen- und Außenwelten der jungen Protagonist/innen.“
von Evelyn Blumenau - Kulturwoche
TEAM
Regie, Konzept:
Corinne Eckenstein
Textkomposition:
Lilly Axster
Musik:
Sue-Alice Okukubo
Bühne:
Andreas Pamperl
Kostüme:
Ulli Nö
Video, Fotos:
Rainer Berson
Dramaturgie & Produktion:
Anna Sonntag
Hospitanz:
Anna Spitzbart
Autorinnen und Autoren: Bath-Sahaw Baranow, Krystyna Bisanz, Viola Feischl, Julia Frick, Julia Herrele, Jakob Immervoll, Valerie Kattenfeld, Philip Kocarek, Karoline Kowarz, Verena Kögl, Marian Momen, Elisabeth Mundt, Sanja Nedeljkovic, Valerie Pachner, Tamara Radak, Dominik Schnaitl, Magdalena Schrefel, Anna Sonntag, Anna Spitzbart, Sophia A. Steinlechner.
Darsteller/innen: Jessyca R.Hauser, Julia Plach, Cornelius Edlefsen, Alma Hasun, Jakob Immervoll, Valerie Pachner, Catherina Sophie Schneider,. Marian Momen, Franziska Koller
Eine Koproduktion mit DSCHUNGEL WIEN
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