EIN STÜCK LIEBE
von Lilly Axster
(für Menschen ab 11 Jahren)
SMS für die 13-jährige Chan:
"bin auf dem weg zu dir. gruß - die liebe"
Immer dasselbe, nichts passiert.
Gilt plötzlich nicht mehr.
"Ist das meine Nummer, ich meine ihre, ich meine, meint sie mich?"
Chan fragt Milchgesicht und Pokerface.
Die immer bei ihr sind.
Zu dritt gehen sie die Sache an.
Chan möchte, daß etwas passiert in ihrem Leben. Sie will, daß die Liebe kommt. Ihre langjährigen "BegleiterInnen", Milchgesicht und Pokerface, die Chan sich als Kind herbeigewünscht hat, halten die Zeit für gekommen, sich von der inzwischen Dreizehnjährigen zu verabschieden. Aber so leicht geht das nicht. Besonders, wenn die Liebe plötzlich SMS schickt und ihren Besuch ankündigt.
Es geht in dem Stück nicht um eine herkömmliche Liebesgeschichte.
Es geht vielmehr um den Wunsch einer Jugendlichen, ihre Leere, ihre Ortlosigkeit in der Zeit und in sich selbst, zu füllen mit etwas, das Liebe heißt.
Wenn die Herbeigewünschte dann wirklich anruft und sich ankündigt, wird klar, wie komplex die Gefühle sind, die sie auslöst, bei der Pokerfaceseite, bei der Milchgesichtseite und insgesamt bei dem 13-jährigen Mädchen. Die eine Art Reise zu sich selbst erlebt, zuläßt und auch genießt. Und schließlich die Liebe nicht mehr unbedingt außen sucht als Zeitvertreib, als das Andere, als Inhalt oder Utopie, sondern mit sich herumträgt, durchaus auch kritisch beäugt und als Teil ihrer selbst an sich nimmt.
| TEAM |
| Chan |
Leopold |
| Chans Pokerface |
Giordana Pascucci |
| Chans Milchgesicht |
Massud Rahnama |
| |
|
| Regie: |
Lilly Axster |
| Ausstattung: |
Katharina Morawek |
| Musik: |
Elisabeth Leopold |
| Sound Recording: |
Zeisig Studios |
| Licht und Technik: |
Edgar Aichinger |
Produktion Theater FOXFIRE |
Premiere Oktober 2004
|